Entsorgung von Leuchten

Die Richtlinie 2012/19/EU vom 4. Juli 2012 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE) ist in Deutschland durch das „Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG)“ 20. Oktober 2015 umgesetzt. Danach müssen Elektroleuchten vom Hersteller bzw. dessen Beauftragten zurückgenommen werden. Die Kosten für die Rücknahme und Verwertung soll nach dem Gesetz der Hersteller bzw. Inverkehrbringer übernehmen. Die notwendigen Einzelheiten, insbesondere über die Arbeit der im Gesetz vorgesehenen „gemeinsamen Stelle“, die die Abholung, Rücknahme und stoffliche Wiederverwertung und weitere Pflichten der Hersteller der Elektrogeräte durchführt und gegenüber den staatlichen Aufsichtsstellen verantwortet, sind in Deutschland wie folgt geregelt:

  • Alle Leuchten aus privaten Haushalten (auch Leuchten für Leuchtstofflampen) sind vom Gesetz ausgenommen. Die Entsorgung obliegt dem Besitzer.

  • Alle Leuchten – technische Leuchten und auch Schmuckleuchten – als Investitionsgüter im gewerblichen Bereich, z. B. auch in Hotels, in der Gastronomie usw., unterliegen dem Gesetz. Wurden diese vor dem 13.8.2005 in Verkehr gebracht, entsorgt diese der Letztbesitzer.

  • Leuchten aus Gewerbe, Industrie, Verwaltung und sonstigen Bereichen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit und Menge (geringe haushaltsübliche Mengen) mit denen aus privaten Haushalten vergleichbar sind, unterliegen nicht dem Anwendungsbereich des Gesetzes und können als Haushaltsmüll betrachtet werden. Das gilt z. B. für alle Leuchten in Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien, Kleinunternehmen usw.

  • Leuchten, die zwar aufgrund ihrer Beschaffenheit mit denen aus privaten Haushalten vergleichbar sind, jedoch in großen Mengen eingesetzt werden, unterliegen ebenfalls dem Gesetz.

  • Alle entsorgungspflichtigen Produkte, wie technischen Leuchten (Investitionsgüter) und Wohnraumleuchten (Schmuckleuchten), müssen entsprechend gekennzeichnet werden (siehe Bild) und werden aufgrund einer bilateralen Vereinbarung zwischen Nutzer und Hersteller entsorgt.

  • Für die Entsorgung ist auch ein Entsorgungspool möglich. Dabei übernimmt ein Entsorgungsunternehmen alle entsorgungspflichtigen Leuchten und verwertet diese gemäß den gesetzlichen Bestimmungen.

  • Der Hersteller bzw. Inverkehrbringer (Vertreiber) muss sich beim Elektro-Altgeräte-Register (EAR) registrieren lassen und erhält eine Registriernummer, die im schriftlichen Geschäftsverkehr zu führen ist.

  • Die Produkte müssen entweder mit genauen Angaben über Hersteller, Registriernummer usw. oder durch das Symbol (siehe Bild) gekennzeichnet sein.

Leuchten, die dem Gesetz unterliegen, sind den Sammelstellen zuzuführen. Leuchten, die nicht dem Gesetz unterliegen, sind Hausmüll.

Registrierung: Hersteller und Importeure, die rücknahmepflichtige Produkte in einem EU-Land in Verkehr bringen, müssen sich bei einer zuständigen, staatlichen Stelle in dem jeweiligen Land registrieren lassen. In Deutschland ist TRILUX im EAR-Register verzeichnet und hat eine WEE-Reg-Nr. erhalten, die in den betreffenden Geschäftspapieren aufgeführt wird.

TRILUX-Auslandsgesellschaften lassen sich in den betreffenden Länder registrieren.

Kennzeichnung: Technische Leuchten und medizinische Versorgungseinrichtungen mit Beleuchtungseinrichtungen, die der Kennzeichnungspflicht unterliegen, werden mit dem Symbol gemäß Bild (durchgestrichene Mülltonne) gekennzeichnet und zwar überwiegend auf dem Typenschild.

Rücknahme: Hinsichtlich der Rücknahmeverpflichtung hat TRILUX mit der Firma ISD Interseroh-Dienstleistungs GmbH in Köln einen Vertrag (Entsorgungspool) abgeschlossen, die die Rücknahme und Entsorgung von TRILUX-Leuchten in Deutschland übernimmt. Unter www.interseroh.de kann die nächstgelegene Annahmestelle ermittelt werden. In anderen Ländern der EU sind ähnliche Branchenlösungen realisiert bzw. werden angestrebt.