Umweltgerechte Gestaltung von Produkten

Mit der EU-Richtlinie 2009/125/EG vom 20. November 2009 ist ein gesetzlicher Rahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte (ErP Energy-related Products, auch Ökodesign-Richtlinie genannt) vorgegeben

Die Richtlinie schafft in Deutschland seit dem 25. November 2011 den gesetzlichen Rahmen, mit dem Umweltaspekte bereits bei der Entwicklung von energiebetriebenen Produkten berücksichtigt werden sollen. Dabei setzt man auf die Herstellerverantwortung. Es wird zur Vermeidung innovationshemmender Wirkungen auf eine unabhängige Prüfung verzichtet.

Der Ansatz zur ErP-Richtlinie kommt aus dem Klimaschutz und den Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll. Als Rahmenrichtlinie ist sie selbst nicht direkt wirksam. Bestimmte Produktkategorien müssen Anforderungen erfüllen, die  in sogenannten „Durchführungsmaßnahmen“ festgelegt werden.

Die für die technische Beleuchtung relevante Verordnung ist die No 245/2009, die das Verbot des Inverkehrbringens ineffizienter Beleuchtungskomponenten, wie z. B. das ab dem 13.04.2015 gültige Verbot der Quecksilberdampf-Hochdrucklampen oder das verbot der „Standard”-Leuchtstofflampen seit dem 13.04.2010, regelt. Auch die zulässigen Grenzwerte der Standby-Verluste von geregelten Leuchten im Bereitschaftsbetrieb sind hier geregelt.

Eine weitere Verbotsstufe ist am 13.04.2017 wirksam geworden, die - mit wenigen Ausnahmen - das Inverkehrbringen von induktiven Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen ab dem Inkrafttreten verbietet.

Für alle Arten von Leuchten (auch für die im Hausgebrauch) gilt ferner auch die Stoffverbotsrichtlinie 2011/65/EU (RoHS). Danach dürfen in Deutschland ab dem 1.7.2006 in Leuchten bestimmte Gewichtsprozente gefährlicher Stoffe, wie Blei, Quecksilber, sechswertiges Chrom usw. nicht mehr enthalten sein. Die RoHS Richtlinie ist durch das ElektroG (siehe Absatz „Entsorgung von Leuchten") in deutsches Recht umgesetzt. TRILUX-Leuchten erfüllen diese Anforderungen.