HQE

Das HQE®-Zertifikat ist im Jahr 2005 von der 1996 in Paris gegründeten „Association pour la Haute Qualité Environnementale” (ASSOHQE) eingeführt worden. Es zielte zunächst auf den Neubau und die Sanierung bestehender Büro- und Schulgebäude, ist später jedoch auch für die Bewertung von Wohngebäuden weiterentwickelt worden. Heute ist seine Anwendung schwerpunktmäßig im französischen Wohnungsbau zu sehen. Ein internationale Ausrichtung wird jedoch angestrebt. Die Anzahl der zertifizierten Projekte beträgt weltweit ca. 380.000 (http://www.behqe.com/fr/hqe-dans-le-monde/cartographie-des-projets).

Zur Qualitätssicherung findet bei dem HQE-Verfahren nach jeder Phase – Beauftragung, Entwurf und Fertigstellung – eine Bewertung statt, die als Basis für die Zertifizierung dient.


Es können drei Stufen des Zertifikats erreicht werden:

  • Grundniveau,

  • Leistungsniveau und

  • Hochleistungsniveau.

Dazu dienen 14 Bewertungskriterien, die in 4 Klassen eingeteilt sind:

ÖKOLOGISCHES BAUEN

  • Bezug der Gebäude zu ihrer unmittelbaren Umgebung

  • Integrierte Auswahl der Bauverfahren und -produkte

  • Geringe Umweltbelastung durch die Baustelle

ÖKOLOGISCHES MANAGEMENT

  • Energiemanagement

  • Wassermanagement

  • Abfallmanagement für die zum Projekt anfallenden Abfälle

  • Wartungs- und Instandhaltungsmanagement

KOMFORT

  • Hygrothermischer Komfort

  • Akustischer Komfort

  • Visueller Komfort

  • Geruchskomfort

GESUNDHEIT

  • Gesundheitliche Qualität der Räume

  • Gesundheitliche Qualität der Luft

  • Gesundheitliche Qualität des Wassers