Licht und Architektur

Unsere Vorfahren vor 5 Millionen Jahren nahmen, genau wie wir heute, die sie umgebende Welt im stetigen Rhythmus des wiederkehrenden Sonnenlichts wahr. Dieses Licht setzte das für alle Lebewesen gültige Zeitmaß, und durch die farbige und Kontrastreiche Ausleuchtung wurde Raum erfahrbar.

Durch die Verknüpfung der Vorgänge und Ereignisse in der Natur mit den Lebensumständen der eigenen  Umgebung entdeckte der Mensch Kausalzusammenhänge, die es ihm ermöglichten, durch eigenes Handeln Einfluss auf seine Lebensumstände zu nehmen. Es entwickelte sich sozusagen ein neues Verständnis für Raum und Zeit.

Feuer und Sprache erlangten eine große Bedeutung für die Entwicklung der Menschheit. Mit dem Feuer wurden neue Nahrungsquellen erschlossen und gleichzeitig lieferte es Wärme und Licht, teilweise auch in den Höhlen, den damaligen Innenräumen. Das Feuer war der Mittelpunkt, der Ort des Lebens und der Kommunikation. Es wurde sozusagen der Kulturtransfer zur nächsten Generation. Hier begann die gemeinsame Entwicklung von Licht und Bewusstsein.

Bis zur industriellen Revolution hat das Feuer seine große Bedeutung behalten.

Mit der Entwicklung der Menschheit gewann das Licht eine immer größere Bedeutung – insbesondere wurde es Teil und Werkzeug von Religion und Architektur. Zwei der bekanntesten Beispiele sind der Steinkreis von  Stonehenge (Abbildung oben) in Südengland und die Pyramiden von Gizeh, die uns bis heute noch ein Rätsel aufgeben.