Beleuchtungsplanung

Die Planung der Innenbeleuchtung ist meist eine komplexe Aufgabe, die jedoch durch Kooperation zwischen

  • dem Bauherren

  • den Architekten

  • den Lichtplanern

  • den Fachingenieuren der Haustechniken, wie der Elektroinstallation und Heizungs- und Klimatechnik und Akustik

  • den Innenarchitekten

erfolgreich gelöst werden Kann.

Insbesondere müssen die Anforderungen an die Sehaufgabe, die Lichtqualität, die raumgestalterische Wirkung des Lichts, die ästhetische und funktionale Arbeitsplatzgestaltung, die Ergonomie, die Arbeitsablauforganisation, die Wirtschaftlichkeit und in dem Zusammenhang auch die laufenden Kosten für den Betrieb der Beleuchtungsanlage und deren Energieverbrauch in der Planung berücksichtigt werden.

Planung der Beleuchtung ist daher mehr als nur Berechnung der Beleuchtung: Um den erweiterten Kriterien guter Beleuchtung gerecht zu werden (siehe Kapitel 1.1, „Grundlegende Anforderungen an gute Beleuchtung“), entscheiden gelungene Synergien zwischen Innenarchitektur und Beleuchtung über den Erfolg der Planung.

Der Lichttechniker steuert zu dieser Teamarbeit sein Fachwissen über die visuellen Anforderungen an die Beleuchtung aufgrund der Seh- und Arbeitsaufgabe und der Nutzung der Räume bei. Er setzt Normen und Richtlinien der Künstlichen Beleuchtung, Methoden der Beleuchtungsberechnung und seine Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung umfassender lichttechnischer Güteanforderungen ein. Daneben berücksichtigt er auch relevante Sicherheitsbelange. In Zusammenarbeit mit dem Innenarchitekten wird Licht zur Akzentuierung des Raumes und zur Stimulierung seiner Nutzer bereits in der Planung berücksichtigt.

Insbesondere mit Blick auf ihre Nachhaltigkeit können qualitative Aspekte der Beleuchtung auch im Rahmen einer Gebäude-Zertifizierung berücksichtigt werden (siehe auch Kapitel 1.3.5.11).